Grundlagen der Trainings- und Bewegungslehre

Die Trainingslehre

Die Trainingslehre umfasst alle Maßnahmen, die zur Erlangung, Steigerung und Stabilisierung der sportlichen Leistung führen. Die Hauptfaktoren innerhalb der Trainingslehre sind die Kondition, Technik Taktik, Motivation, Willenskraft, Trainingsprinzipien und Trainingsmethoden.


Trainingsprinzipien

Prinzip der Gesundheits- und Entwicklungsförderung

Die Trainingslehre umfasst unter anderem Trainingsprinzipien, die das Ziel einer umfassenden Gesundheits- und Entwicklungsförderung verfolgen. Dabei spielen die konditionellen Fähigkeiten eine sehr große Rolle. Im Nachfolgenden werden die bestehenden konditionellen Fähigkeiten aufgeführt:

Kraft: Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft, Kraftausdauer

Schnelligkeit: Reaktionsschnelligkeit, Bewegungsschnelligkeit, Beschleunigungsfähigkeit

Ausdauer: Kurzzeitausdauer, Mittelzeitausdauer, Langzeitausdauer

Beweglichkeit: Gelenkbeweglichkeit, Dehnungsfähigkeit

Diese konditionellen Fähigkeiten sind die Grundbausteine für eine umfassende Gesundheits- und Entwicklungsförderung.

Trainingswirksamer Belastungsreiz

Das Prinzip des trainingswirksamen Belastungsreizes ist ein weiteres Trainingsprinzip, welches davon ausgeht, dass eine gewisse Intensitätsgrenze überwunden werden muss, um eine aktive Anpassungsreaktion auszulösen.

Innerhalb des sogenannten Reizstufenmodells erfolgt eine Unterscheidung der Reizstufen in unterschwellige, überschwellig schwache, überschwellig starke und zu starke Reize unterschieden werden.

Unterschwellige Reize bleiben wirkungslos, überschwellig schwache erhalten das Funktionsniveau, überschwellig starke lösen physiologische und anatomische Änderungen aus, zu starke Reize schädigen die Funktion. 

Der Grenzwert eines Belastungsreizes hängt von dem individuellen Leistungsstand des Sportlers ab.

Prinzip der progressiven Belastungssteigerung

Unter dem Prinzip der progressiven Belastungssteigerung versteht man, die Erhöhung der Belastungsintensität bei zunehmender Leistungsfähigkeit. Die Trainingsentwicklung eines Sportlers verläuft niemals linear, sondern parabolisch.

Innerhalb der progressiven Belastungssteigerung sollte die Intensität langsam gesteigert werden und stets an den individuellen Leistungsstand ausgerichtet werden. Grundsätzliche kann eine Steigerung der Belastung auf folgenden Wegen geschehen:

  • Steigerung der Trainingshäufigkeit (Anzahl der Trainingstage)

  • Steigerung des Belastungsumfangs (Anzahl der Wiederholungen, Erhöhung der Zeit)

  • Steigerung der Belastungsdichte (Zeitintervalle zwischen Belastung und Erholung)

  • Erhöhung der Trainingsintensität (Anstrengungsgrad)


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Prinzip der Superkompensation

Nach einer Trainingsbelastung ist eine bestimmte Zeit der Erholung notwendig, um eine erneute gleichartige Belastung durchführen zu können.

Die Belastung und Erholung ist als eine miteinander verbundene Einheit zu verstehen.  
Biologische Grundlage ist das Phänomen der Superkompensation, dem zufolge es nach einem entsprechend starken Belastungsreiz nicht nur zur Wiederherstellung des Ausgangsniveaus, sondern zu einer Überkompensation kommt.

Die Erhöhung des Leistungsniveaus bleibt allerdings nach einer einmaligen Belastung nicht erhalten, sondern bildet sich wieder zurück. Die Niveaukurve pendelt gewissermaßen um die Linie des Ausgangsniveaus aus.

Der optimale Zeitpunkt für den Wiedereinstieg in das körperliche Training ist von vielen Faktoren abhängig. Diese sind unter anderem die Ernährung, die individuelle Anpassungsfähigkeit des Körpers sowie Einwirkungen wie beispielsweise Stress.

Die zunehmende Erfahrung über den persönlichen Leistungsstand ist der geeignetste Parameter, um den optimalen Wiedereinstieg in die Belastung zu wählen.


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Die Bewegungslehre

Die Bewegungslehre beschäftigt sich mit der Einübung und Ausführung von diversen Bewegungen. Eine Bewegung lässt sich in mehrere Komponenten gliedern, die im nachfolgenden Verlauf vorgestellt werden.

Außenaspekt der Bewegung

Der Außenaspekt einer Bewegungsanalyse beschreibt die Sichtbarkeit einer Bewegung. Es kann somit beschrieben werden, wie eine technische Bewegung in Ihren einzelnen Bestandteilen funktioniert, welche mechanischen und biologischen Voraussetzungen es gibt, sowie welche Technik für einen jeweiligen Sport zweckmäßig ist.

Innenaspekte der Bewegung

Die Innenaspekte innerhalb einer Bewegungsanalyse beschäftigen sich mit den inneren Prozessen, die während einer sportlichen Bewegung ablaufen. Hierbei geht es vornehmlich darum, herauszufinden, welche Prozesse im Sportler während einer Bewegung stattfinden und wie Bewegungen gelernt, gesteuert und reguliert werden.

Azyklische Bewegungen

Kennzeichnend für die Azyklischen Bewegungen sind die Vorbereitungs-, Haupt- und Endphase sowie der Fakt, dass ein Bewegungsziel durch eine einmalige Aktion erreicht wird. Beispiele für solche Azyklischen Bewegungen sind das Kugelstoßen oder der Standweitsprung.

Zyklische Bewegungen

Innerhalb einer Zyklischen Bewegung wiederholen sich die Bewegungsabläufe immer wieder aufs Neue. Dabei besteht eine Zyklische Bewegung nur aus einer Haupt- und Zwischenphase. Beispiele für eine solche Zyklische Bewegung ist das Schwimmen.

Bewegungsmerkmale

Die qualitative Ausführung ist für den Erfolg eines Sportlers essentiell. Um diese Bewegungsqualität zu überprüfen werden folgende Bewegungsmerkmale angewendet:

  • Bewegungsrhythmus (Merkmal der zeitlichen Ordnung)

  • Bewegungskopplung (Merkmal der Kopplung von Teilbewegungen)

  • Bewegungsfluss (Merkmal der Kontinuität im Bewegungsverlauf)

  • Bewegungspräzision (Merkmal der Ziel- und Ablaufgenauigkeit)

  • Bewegungskonstanz (Merkmal der Wiederholungsgenauigkeit)

  • Bewegungstempo (Merkmal der Bewegungsgeschwindigkeit)

  • Bewegungsumfang (Merkmal der räumlichen Ausdehnung)

  • Bewegungsstärke (Merkmal des Krafteinsatzes)


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Grundlagen der Trainings- und Bewegungslehre für den Gesundheitsmanager

Der heutige Arbeitsalltag stellt für viele Arbeitnehmer einen hohe Belastung dar. Diese Belastungen sind entweder psychischer oder physischer Natur. Des Weiteren hat die Bewegungszeit über die letzten hundert Jahre stetig abgebaut. Innerhalb der Arbeitswelt vollzieht sich ein Wandel von einer körperlich arbeitenden Gesellschaft hin zu einer immer mehr geistig geforderten Gesellschaft. Aus diesem Grund klagen heutzutage immer mehr Mitarbeiter über Nackenverspannungen, Bandscheibenvorfälle, Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes-Mellitus Typ 2.

Das Wissen um die Grundlagen der Trainings- und Bewegungslehre ermöglicht es dem Betrieblichen Gesundheitsmanager, zielgerichtet diesen genannten Faktoren entgegenzuwirken und somit die Mitarbeitergesundheit aktiv zu fördern.

Im Rahmen gesundheitsförderlicher Maßnahmen bedarf es einem umfangreichen Wissensstand innerhalb der richtigen Trainingssteuerung, um Maßnahmen wie eine aktive Rückenschule oder ein Gesundheitscoaching für Mitarbeiter leistungsgerecht umzusetzen. Durch solche Maßnahmen leistet der Betriebliche Gesundheitsmanager einen weitreichenden Beitrag, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu stärken und Ihre körperliche Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.


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Fazit zum Thema Grundlagen der Trainings- und Bewegungslehre

Die Trainings- und Bewegungslehre stellt einen weitreichenden und sehr komplexen Themenbereich dar. Innerhalb der Trainingslehre gibt es viele unterschiedliche Trainingsprinzipien, die berücksichtigt werden müssen, um eine optimale körperliche Leistungsfähigkeit zu erreichen. Um eine umfassende körperliche Leistungsfähigkeit zu erreichen, muss jeder Bereich der konditionellen Fähigkeiten abgedeckt werden. Dies umfasst die Komponenten Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer. Die Bewegungslehre beinhaltet ebenfalls eine große Zahl an Komponenten, die innerhalb einer Bewegung berücksichtigt werden müssen. So sind hierbei zyklische und azyklische Bewegungen zu unterscheiden, sowie zwischen Außen- und Innenaspekten der Bewegung. Eine weitere Komponente sind die Bewegungsmerkmale, die eine optimale Bewegungsqualität sicherstellen. Ein Betrieblicher Gesundheitsmanager sollte einen gewissen Wissensschatz über die Grundlagen der Trainings- und Bewegungslehre vorweisen können, da er dieses Wissen zielgerichtet einsetzen kann, um die gesundheitliche Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten und zu verbessern. Somit ist die Trainings- und Bewegungslehre als ein wichtiges Handwerkzeug für den Betrieblichen Gesundheitsmanager anzusehen.